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Mobilfunk 5G und 6G - Elektrosmog total in Stadtbergen?

Des Mobilfunknetz mit dem 5G-Standard befindet sich im Ausbau und ab 2030 soll der flächendeckende Ausbau mit dem 6G-Standard erfolgen. Während die einen sich freuen, dass sie noch schneller im Internet surfen oder Videogespräche führen können, lösen 5G und 6G jedoch bei manchen Bürgern Sorgen aus.

Anträge von PRO Stadtbergen erfolgreich

PRO Stadtbergen hat mit Anträgen im Stadtrat erreicht, dass in allen Ortsteilen in Zusammenarbeit mit den Mobilfunkbetreibern und einem unabhängigen Gutachter (Münchner Umweltinstitut) die Strahlungsbelastung durch Mobilfunk in Wohngebieten, an Schulen und Kindergärten minimiert wurde und die Belastungswerte im gesamten Stadtgebiet weit unter den zulässigen Grenzwerten sind.

Wir setzen uns dafür ein, diese Vorgehensweise auch beim Ausbau der Mobilfunknetze mit den 5G- und 6G- Standards anzuwenden.

Sieht so die neue Stadtberger Straßenlaterne mit Mobilfunkantennen aus?

Bild links:
Sieht so die neue Stadtberger Straßenlaterne mit Mobilfunkantennen aus?

Viel mehr Sendeanlagen

Die Anzahl und Dichte der Mobilfunksender wird bei 5G und 6G sehr stark steigen. Man muss davon ausgehen, dass auch in Stadtbergen ca. alle 200 m ein Sender installiert werden wird. Allerdings wird die Reichweite der neuen Sender geringer sein als bisher, damit sie sich nicht gegenseitig stören.

Während bei den bisherigen Mobilfunkgenerationen die Sendeanlagen meist in der Höhe, auf Dächern und hohen Masten, installiert waren und die Menschen daher einen relativ großen Abstand dazu hatten - im Gegensatz zum eigenen Handy -, so wird man bei 5G und 6G den Sendeantennen wesentlich näher sein, da diese auch im Straßenraum montiert werden.

Sendeantennen an Straßenlaternen und Bushaltestellen

Das Bundesministerium für digitale Infrastruktur empfahl den Kommunen, u.a. Ampeln, Straßenlaternen, kommunale Schilder oder Hinweistafeln für Mobilfunkanlagen zur Verfügung zu stellen. Auch Bus- und Straßenbahnhaltestellen kommen in Frage. Im öffentlichen Raum wird man zu den Sendeantennen in Zukunft also kaum noch Abstand halten können. Manche Kritiker sprechen von einer "Zwangsbestrahlung" mit Mikrowellen, andere sehen sogar einen gigantischen, verteilten Mikrowellenherd.

Ist 5G und 6G gesundheitsschädlich?

Die Frequenzen, die vom 5G- und 6G-Mobilfunk benutzt werden, sind im Mikrowellen-Bereich, teilweise viel höher als bisher. Sind diese Frequenzen gesundheitsschädlich? Die Mobilfunkbetreiber und die Industrie verneinen dies … Wissenschaftler äußern sich unterschiedlich. So fordert etwa eine Initiative von mittlerweile mehr als 400 Wissenschaftlern und Ärzten aus über 40 Ländern ein Moratorium beim 5G-Ausbau, da es ernstzunehmende Hinweise gebe, dass die dauernde Strahlenexposition krebserregend sein kann (www.5gappeal.eu).

Belastung der Bürger minimieren

Wir von PRO Stadtbergen sind der Ansicht, dass bei Mobilfunk-Sendeanlagen deshalb das Vorsorgeprinzip gelten und die Belastung der Bürger minimiert werden muss.

Die Zusammenarbeit der Stadt mit den Mobilfunkbetreibern und dem unabhängigen Gutachter wird aber mittlerweile von der Stadt nicht weiter verfolgt.

Wir setzen uns dafür ein, diese Vorgehensweise auch beim Ausbau der 5G- und 6G-Netze wieder anzuwenden und somit die Belastung der Stadtberger Bürger soweit wie möglich zu begrenzen. Beim Netzausbau müssen sensible Bereiche wie Schulen oder Kindergärten von Sendeanlagen freigehalten werden!